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MYTHOS: Kraniale Osteopathie unterscheidet sich von der übrigen Osteopathie

Die kraniale Osteopathie arbeitet mit eben den osteopathischen Prinzipien, die von Andrew Taylor Still, dem Begründer der Osteopathie, beschrieben wurden. Kraniale Osteopathen entwickeln einen extrem ausgebildeten Palpationssinn, welcher sie in die Lage versetzt, feine Bewegungen und Unausgeglichenheiten in den Körpergeweben zu spüren und den Körper sehr sanft beim Loslassen und sich selbst Rebalancieren zu unterstützen. Die Behandlung ist derart sanft, dass Patienten sich oftmals nicht bewusst sind, dass überhaupt irgendetwas geschieht. Doch die Ergebnisse dieser sanften Behandlungen können spektakulär sein und die Gesundheit des gesamten Körpers kann davon profitieren.

MYTHOS: Kraniale Osteopathen behandeln nur den Kopf

Kraniale Osteopathie wurde danach benannt, dass sie neben dem gesamten Körper auch den Kopf MIT EINSCHLIESST. Kraniale Osteopathie ist kein guter Name für diese Vorgehensweise in der Osteopathie, da er nahelegt, dass kraniale Osteopathen ausschließlich den Kopf behandeln. Tatsächlich ist diese Vorgehensweise aber eine sehr sanfte Art und Weise SÄMTLICHE Körpergewebe zu palpieren und zu behandeln und ihre Wirkung und Relevanz gilt gleichermaßen für jeden Teil des Körpers.

MYTHOS: Kraniale Osteopathie ist nur etwas für Säuglinge

Wenn man an die kraniale Herangehensweise in der Osteopathie denkt, dann haben viele Menschen die Behandlung von Säuglingen vor Augen. Die Skelette von Säuglingen sind weicher als die von Erwachsenen und Osteopathen wenden daher für die Behandlung von Säuglingen sanftere Techniken, wie die kraniale Osteopathie, an.

Doch die kraniale Osteopathie ist genauso wirkungsvoll für die Behandlung aller anderen Familienmitglieder und häufig behandeln Osteopathen zuerst die Säuglinge in einer Familie und werden dann gebeten, die älteren Kinder, dann die Eltern und selbst die Großeltern zu behandeln. Osteopathen empfinden es als Privileg Angehörige des Gesundheitswesens zu sein, die das Vertrauen genießen, mehrere Generationen einer Familie zu behandeln.

Da die Vorgehensweise derart sanft ist, fällt es denjenigen, die keine Erfahrung mit der Effizienz dieser Behandlungsmethode gemacht haben, oft schwer zu glauben, dass sie gleichermaßen bei Erwachsenen wie bei Säuglingen funktioniert. Die Prinzipien der kranialen Behandlung gelten für jeden, unabhängig vom Alter. Wir setzen unsere nuancierten, feingeschliffenen Fertigkeiten ein, um die unwillkürliche Bewegung oder die Gewebebewegungen überall im gesamten Körper auf einer sehr subtilen Ebene zu palpieren. Kraniale Osteopathen bezeichnen diese ruhige Palpation als „Lauschen“ oder „Zuhören“ (Listening). Indem man dem Körper diese Unterstützung durch das Zuhören anbietet, kann er frühere Traumata oder Verletzungen offenlegen und man kann ihm auf einer tiefen Ebene zurückbegleiten zur Gesundheit. Dies tun wir durch das Unterstützen einer Rebalancierung oder eines Loslassens, egal welcher Art das Gebiet der Dysfunktion ist. Die Selbstheilungskräfte des Körpers kümmern sich um den Rest. Diese Vorgehensweise ist ebenso effektiv bei Verletzungen und Kompensationsmustern, die Jahrzehnte zurückliegen, wie bei den ganz Kleinen.

MYTHOS: die kraniale Osteopathie hilft nicht bei Rückenschmerzen

Das SCCO hat vor Kurzem eine Forschungsstudie zur Datenerhebung abgeschlossen, welche die Behandlungsergebnisse von SCCO- geschulten kranialen Osteopathen mit denen aller anderen Osteopathen unseres Berufsstandes vergleicht. Diese Studie zeigt auf, dass Osteopathen, die beim SCCO ausgebildet wurden, die gleiche Reaktionsrate wie der Rest unserer Berufsgruppe hatte, allerdings über ein breiteres Spektrum von Altersgruppen und Beschwerdebildern gestreut. Die Studie legt dar, dass Patienten durchschnittlich 3,1 Behandlungen pro Behandlungsfall von Osteopathen, die vom SCCO geschult wurden, erhielten, im Vergleich zu einer durchschnittlichen Quote von 3,4 Behandlungen von der allgemeinen osteopathischen Berufsgruppe. Die Patienten haben im Durchschnitt von einer Verbesserung der Symptome in 64% der Fälle berichtet. Dies veranschaulicht, dass die kraniale Osteopathie bei allen Arten von Beschwerdebildern, für die Patienten Osteopathen konsultieren, ihre Wirkung zeigt.

MYTHOS: Kraniale Osteopathie entbehrt wissenschaftlicher Grundlagen

Ganz im Gegenteil! Wird ein neues Medikament entwickelt, so beginnen Forscher im Allgemeinen mit der Molekularstruktur, um herauszufinden, was die chemischen Substanzen an sich bewirken werden, um dann ein Medikament zu entwickeln, das an Patienten getestet wird. Osteopathie muss, wie viele anderen Modalitäten, den umgekehrten Weg gehen. Behandlungen, die bereits durchgeführt werden, werden analysiert, um die gleichbleibenden Komponenten, die zum Erfolg der Behandlung führen, herauszufinden. Für uns hochinteressant ist die Tatsache, dass neuere Erkenntnisse in den Forschungsfeldern der Zellmotilität, Flüssigkeitsdynamik und den Eigenschaften und Funktionen von Faszien den Osteopathen dabei helfen, die komplexen Veränderungen, die während einer Behandlung stattfinden und welche sie unter ihren Händen wahrnehmen können, besser zu verstehen